Würziges aus Asien

Die asiatische Küche lockt mit raffinierten Gerichten mit und ohne Fleisch. Für die Zubereitung werden frische Zutaten und eine Portion Kreativität benötigt, denn dabei spielen Farbe, Aroma und Gewürze eine wichtige Rolle, ebenso die Erhaltung des frischen, natürlichen Geschmacks der einzelnen Zutaten.

  • Perilla frutescens - Shiso rotblättrig, Schwarznessel, japanischer Majoran (Bild oben)
    Der vielseitige Lippenblütler kam schon vor Urzeiten aus China nach Japan, wo es einen erwerbsmäßigen Anbau seit dem 16. Jahrhundert gibt.
    Die auffälligen, rotvioletten Blätter mit ihrem kreuzkümmelartigen Aroma finden z.B. in japanischen Spezialitäten wie Sashimi (rohe weiße Fischstücke) Verwendung oder zum Färben von konservierten Früchten.
    Tipp: Misosuppe erhält mit Shisho eine besonders schöne Färbung und kann auch überall dort verwendet werden, wo ein Farbeffekt erwünscht ist, in Soßen , Suppen oder zum Garnieren... Sehr dekorativ im Kräutergarten. Selbstaussaat, verträgt auch kühlere Temperaturen.

REZEPT: Eisgekühlter Tofu
2 Frühlingszwiebeln mit Grün leicht quer in feine Ringe schneiden.1/2 Noriblatt (Algen) und 2-3 Shiso-Blätter mit der Küchenschere in feine Streifen, max. 5 cm lang, schneiden. Gut gekühlten Tofu (300 g) in 4 Portionen teilen, leicht mit Chilipulver bestäuben und mit den Gewürzen (1 TL frisch gemahlenen Ingwer, 2 TL Sesamkörner), sowie den vorbereiteten Zwiebelgrün-, Algen- und Shiso-Streifen garniert auf kleinen Tellern servieren. Sojasoße dazu reichen. Das traditionelle Sommergericht wird oft als Vorspeise serviert.

  • Allium tuberosum - Chinesischer Lauch (Bild links)
    Breitblättriger Schnittknoblauch für Aufstriche, Salate, Mayonnaisen und Eiergerichte. In China werden Blüten und Stängeln gedünstet gegessen. Ernte bereits ab dem zeitigen Frühjahr und für den Wintervorrat lässt sich chinesischer Lauch sehr gut einfrieren. Leichter als Bärlauch zu halten und ein gleichwertiger Ersatz! Sehr langlebig und problemlos für sonnig bis halbschattige Lagen bei humosem Boden.
  • Polygonum odoratum - Koriander vietnamesisch (Bild rechts)
    Topf- und Zimmerpflanze. Die Blätter dieses südostasiatischen Knöterich-Gewächses besitzen ein interessant scharfes Koriander-Aroma und werden in Vietnam für sauer eingelegtes Gemüse, Salate, Suppen, aber auch für medizinische Zwecke verwendet.
    Im Winter am hellen Fenster halten, verträgt auch kühlere Plätze in schattiger Lage. Feuchtigkeitsliebend, daher den Topf öfter kontrollieren und nicht austrocknen lassen!

REZEPT: Stir fry aus Asia-Gemüse (”Umrühren und braten”)
Wer keinen Wok hat, kann man auch eine große Bratpfanne nehmen: Pak Choi, Mizuna, Komatsuma, Shiso, frische Frühlingszwiebeln, chin. Lauch, Öl (z.B. Erdnussöl), Salz. Beim Aufschneiden der Blattgemüse Stiele und Blätter vonein-ander trennen, Öl erhitzen, grob geschnittene Zwiebeln und fleischige Teile des Gemüses ins heiße Öl geben und leicht anbräunen lassen, dann den grob gehackten chin. Lauch dazu geben, mit Shiso würzen und mit Salz abschmecken. Als Beilage eignen sich Basmati-Reis oder Glasnudeln.